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  Mal etwas in eigener Sache: Ich halte regelmäßig verschiedene Workshops zu den Themen freie & digitale Gesellschaft, Kunst, Philosophie etc. ab. Also so ziemlich zu allem, was hier auf dieser Seite erscheint. Falls du/ihr Interesse an einem gemeinsamen Austausch oder einem Projekt hast, kannst du mich gerne kontaktieren. Ich bin für eine Vielzahl von Themen offen und kann sowohl präsentieren, als auch Diskussionen moderieren. Da ich mein Publikum kenne, werden wir uns wohl vorwiegend in Unihähe treffen. Falls das ganze also einen Bildungszweck dient, dann bin ich gerne bereit, auf jegliche Bezahlung zu verzichten (die Fahrtkosten sollten natürlich trotzdem erstattet werden). Für kommerzielle Veranstaltungen verlange ich prinzipiell mehr, hier entscheide ich aber von Fall zu Fall. Das Thema & Publikum muss auf jeden Fall zu dieser Seite und ihren Prinzipien passen. Bei Interesse bitte einfach bei mir melden und wir finden sicher einen passenden Termin. Die Email findest du am Seitenende.
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Fitnesstracker: Meine Erfahrungen in der Praxis

fitnesstracker ausprobiert

Der Fitnesstracker ist das neue It-Gadget der Fitnessbranche, zumindest in unseren Breitengraden. Der Trend stammt ursprünglich aus Amerika und nun habe auch ich einen Fitnesstracker. Er sieht im Grunde aus wie ein Armband und ist einer Uhr gar nicht so unähnlich.

Es gibt Fitnesstracker mit Display und Zeitfunktion, daher ist der Vergleich nicht weit hergeholt. Ich habe mich jedoch für ein eher schlichtes Model entschieden. Der Fitnesstracker soll mir helfen meine Bewegungsaktivität, mein Schlafverhalten und mein Kalorienhaushalt zu überwachen.

Also im Grunde ist das Armband mein neuer Personal Trainer mit dem Vorteil, dass er mich nicht anschreit, falls ich die restlichen 10 Sit-Ups nicht schaffen sollte.

Look und Tragegefühl

Das Design des Fitnesstracker ist hinsichtlich des Tragegefühls einwandfrei. Ich kann ihn den ganzen Tag und auch zum Schlafen tragen.

Oftmals vergesse ich, dass ich überhaupt etwas am Handgelenk habe, wobei ich mir durch meine Uhr auch gewöhnt bin, ein Accessoire am Handgelenk zu tragen. Ausschauen tut der neuer Personaltrainer auch ganz nett. Zu einem Casual-Outfit oder zum Sportoutfit passt er immer, nur zum Kleid fände ich den Fitnesstracker jetzt nicht ganz so doll. Allerdings habe ich mich auch für ein eher sportliches Modell entschieden.

Nicht nur für Landratten geeignet

Da der Tracker meine Schritte misst und in der Nacht meine Tiefschlafphasen überwacht, habe ich versucht ihn eine Woche am Stück zu tragen. Nur zum Duschen habe ich mein neues Accessoire jeweils abgenommen.

Der Fitnesstracker ist zwar wasserdicht und man kann ihn durchaus unter der Dusche tragen, aber das habe ich dann doch etwas übertrieben gefunden. Für das Schwimmbad oder das Tauchen wiederum ist die Wassertauglichkeit natürlich super praktisch. Allerdings bin ich nun doch eher eine Landratte und kam leider noch nicht dazu ihn unter Wasser zu testen.

Motivierend und hilfreich

Da der Tracker meine Schrittanzahl misst, bin ich immer im Bilde über meine Bewegungsaktivität. Manchmal kriegt man daher an einem faulen Sonntag ein schlechtes Gewissen, dafür nehme ich nun immer die Treppe, weil die Schrittangabe motivierend wirkt.

Am besten finde ich jedoch die Kalorienangabe. Diese funktioniert über die App auf meinem Handy und hat mir wirklich viel mehr Struktur in Bezug auf das Zählen der Kalorien gebracht. Auch wenn man keine Diät macht, ist es ganz praktisch mal einen Überblick zu haben und zu sehen was man eigentlich alles isst. Zusätzlich berechnet der Fitnesstracker auch wie viele Kalorien durch Sport und Bewegung wieder verbraucht werden. Daher kannst du dich einfacher zielgerichtet ernähren und trainieren.

Schlafüberwachung, Akku und Fazit

Nicht wirklich gebraucht habe ich die Überwachungsfunktion meines Tiefschlafs. Es ist zwar spannend zu erfahren, wann man wie schläft, aber über das Warum erfährt man zu wenig. Nachdem ich den Fitnesstracker nun mehrere Wochen regelmässig trage, sieht er immer noch recht neu aus. Ob das so bleiben wird, ist schwer voraus zu sagen.

Aber ich bin guten Mutes und muss sagen das Preis-Leistungsverhältnis stimmt!

Ebenso hält der Akku des Fitnesstrackers länger als ich es erwartet hätte: Es dauert satte vier Tage bis zum nächsten Aufladen. Daher lautet mein Fazit: Der Fitnesstracker ist nützlich, handlich und gerade für Sportlaien ein gutes Gadget um sein Fitnessregime zu kontrollieren und zu überwachen.

Sind kleine Wohnungen die Zukunft?

In den nächsten Jahrzehnten werden unzählige neue Millionenstädte entstehen – und große Metropolen weiterwachsen. Immer mehr Menschen ziehen in die Städte, was zu zahlreichen Problemen führt:

  • Platzmangel
  • Ressourcenverbrauch
  • Hohe Preise fürs Wohnen

Das sind nur einige Beispiele, welche Herausforderungen das Zusammenleben mit anderen Menschen an uns stellt.

japan minimal haus
Quelle: https://imgur.com/a/rTKGc/all

Zwar ist diese Entwicklung im Hinblick auf Klimawandel positiv – eine Wohnung in der Stadt verbraucht weit weniger Energie als ein großes Haus inklusive Auto im Grünen – doch natürlich benötigen die Bewohner dann zusätzliche Infrastruktur in der Stadt.

Das führt zu akuter Platznot und steigenden Preisen. Wo viele Menschen an einem Ort vereint sind, kann die Entwicklung des öffentlichen Raums & der verfügbaren Wohnungen oft nicht mit der Nachfrage mithalten.

Neue Architektur bietet Auswege aus der Platznot

Allerdings steht der Fortschritt nicht still: Architekten und Ingenieure entwickeln laufend neue Ideen, wie sich das städtische Zusammenleben besser gestalten lässt.

Vielfach werden neuere Wohnungen bereits jetzt sehr ressourcenschonend gebaut – was den Preis & die Umweltbelastung senkt. Besonders im dicht bevölkerten Japan setzt die dortige Architektur-Avantgarde immer wieder neue Impulse.

Dieser Minimalismus gefällt natürlich nicht jedem – was auf Bildern gut aussieht, kann im Alltag kühl und abweisend wirken. Trotzdem sind die Entwicklungen in Japan auch für uns interessant, denn sie bieten einen Ausblick auf das, was in den kommenden Jahren und Jahrzehnten eine verstärkte Rolle beim Wohnungsbau spielen wird.

Kann neue Architektur das Problem lösen?

Ein interessantes Beispiel stellt dieses Haus aus Tokio dar, welches gerade einmal 1,8m breit ist. Trotz dieser kleinen Maße ist alles wichtige enthalten: von einer kleinen Küche bis hin zu einem (gefühlt) noch kleineren Wohnraum findet sich alles in den schmalen Räumen.

Das hier gezeigte Beispiel wäre in Deutschland so sicher nicht möglich – und wahrscheinlich würden die wenigsten Menschen dauerhaft in einem solch engen, dunklen Raum wohnen wollen.

Dennoch ist die hier gezeigte Entwicklung interessant, zumindest als Gedankenexperiment. Es zeigt, dass es nicht immer das klassische Einfamilienhaus sein muss. Heutzutage reicht für viele Singles oder genügsame Paare auch eine kleinere Wohnung.

Wird diese intelligent gebaut, dann lässt sich auch mit wenig Platz ein tolles Lebensgefühl herstellen. Neue Technologien, wie passiv gedämmte Häuser, intelligente Beleuchtung oder automatische Heizungssysteme werden ihren Teil dazu beitragen, um uns den Wohnraum der Zukunft möglichst angenehm zu gestalten.

Minimalismus muss nicht Verzicht heißen

Wie so oft benötigt es aber nicht nur neuere Technik, sondern auch eine Art neues Denken. Solange wir darauf bestehen, möglichst große Wohnungen zu besitzen, obwohl wir nur kleine Teile davon nutzen, wirkt minimalistische Architektur (und ich spreche hier nicht vom Design, sondern von der Funktion) oft wie eine Herabstufung.

Dabei muss eine kleine Wohnung keineswegs ein Verzicht sein.

Eine kleine Wohnung ist nicht nur billiger und besser für die Umwelt, sondern könnte uns auch viel Zeit ersparen. Sie benötigt weniger Zeit zum Putzen & vielleicht können wir sie aufgrund des geringeren Preises auch längere Zeit nutzen, anstatt zu arbeiten.

Auch der öffentliche Raum würde von platzsparenden Designs profitieren. Je weniger Raum die Häuser verbrauchen, desto mehr steht prinzipiell uns allen zur Verfügung. Es kann aber natürlich auch gut sein, dass die minimalistische Architektur schlicht zum Zwang wird:

Wenn mehr Menschen in eine Metropole ziehen, dann kommt es zu Platznot. Kompakte Wohnungen könnten in Zukunft den einzigen Weg darstellen, um einer großen Anzahl von Menschen genügend Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Die Entwicklung der kommenden Jahre bleibt sicher spannend. Einige Aspekte davon werde ich in den kommenden Monaten behandeln. Im Bereich Heimautomatisierung tut sich z.B. so viel, dass ich unbedingt einen eigenen Artikel dazu schreiben möchte.

Die Kosten eines AT AT

Nicht mehr lange und Star Wars Rouge One kommt in die Kinos. Das heißt natürlich für einen alten Nerd wie mich, so langsam ins Star Wars Fieber zu kommen.
Wer sich schon immer mal gefragt hat, wieviel ein AT AT aus dem Star Wars-Universum kostet, findet hier eine überraschende Antwort:

View Original Version (via bestcasino.co.uk).
Die Rüstung ist dabei – wenig überraschend – klar am teuersten. Der Laser dagegen vergleichsweise billig. Gerade mal 50 Millionen Dollar sind nötig, um die aufmüpfigen Rebellen mit viel Feuerkraft auszulöschen.

Von Zahnbürsten, Smartwatches & Daten: Der vernetzte Alltag kommt

Selbstfahrende Autos und Kühlschränke, welche das Essen selbst bestellen klingen wie Zukunftsmusik – und doch sie werden in wenigen Jahren Teil des Alltags sein. Bereits jetzt können wir die ersten Schritte hin zum voll vernetzen Menschen beobachten.

alltag-vernetzung

Genau genommen ist das bereits seit den Anfängen des Internets der Fall: Ich kann z.B. problemlos mit meinen Kollegen in Amerika chatten und an ihrem Leben teilhaben. Täglich verbringen die meisten von uns mehrere Stunden vor Bildschirmen, in denen wir (virtuell) den Alltag von anderen Menschen beobachten. Manchmal von Bekannten, manchmal von Personen, die wir nie „in echt“ getroffen haben.

Die virtuelle und physische Realität verschwimmen

Gerade jetzt befinden wir uns im nächsten wichtigen Schritt: nämlich der Aufweichung von Grenzen zwischen der virtuellen Umgebung und dem realen Alltag. Immer mehr Technikgegenstände und Haushaltsgeräte kommen auch im ganz normalen Durchschnittshaushalt zum Einsatz. Sie sind mit dem Internet oder dem Smartphone verbunden und können mit der ganzen Welt kommunizieren.

Je weiter diese Geräte in unseren Alltag vordringen, desto stärker wird sich auch unsere Gesellschaft unglaublich verändern. Wir sind mittendrin in dieser Entwicklung. Sie bietet unzählige Chancen, unser Leben entscheidend zu verbessern. Doch die Umstellung ist nicht immer einfach oder perfekt.

Elektrische Zahnbürste statt Zahnarzt

Die Vernetzung macht selbst vor langweiligen Alltagsgegenständen wie Zahnbürsten nicht halt. Wer hätte noch vor einigen Jahren gedacht, dass sich eine Bürste mit dem Smartphone verbinden lässt? Genau das tut diese elektrische Zahnbürste mit Bluetooth – und analysiert während des Zähneputzens das Verhalten in Echtzeit.

Die eingebaute Positionserkennung erkennt die Putzgewohnheiten und macht automatische Verbesserungsvorschläge. Statistiken werden in der App gespeichert und könnten in Zukunft für Umfragen, Gespräche mit dem Zahnarzt oder wissenschaftliche Studien verwendet werden. Auch andere Institutionen wie Krankenkassen könnten in Zukunft besser über die Putzgewohnheiten Bescheid wissen (natürlich nur auf freiwilliger Basis).

Heutzutage mögen solche Features nur eine nette Spielerei sein, doch in Zukunft könnte damit der Grundstein für individuelles Zähneputzen gelegt werden. Ein Nutzer hat seine Dritten? Die Zahnbürste wählt automatisch die richtige Intensität. Anwender 2 hat sensibles Zahnfleisch? Sanftes Putzen wird aktiviert und die Daten zur Beobachtung automatisch an den Zahnarzt gesendet.

alltag-in-der-zukunft

Automatische Vernetzung

Das alles könnte bald ohne das Zutun des Benutzers geschehen: digitale Assistenten könnten das für uns übernehmen. Google setzt bereits seit einiger Zeit auf Maschinenlernen und semi-künstliche Intelligenz. Der neueste Messenger Allo hat bereits einen Chatbot, der wie ein Sekretär Aufschluss über anstehende Events gibt oder Fragen automatisch beantwortet.

Das wird in Zukunft sicher noch ausgeweitet werden und wir werden nur noch über die verschiedenen Vernetzungen benachrichtigt (ohne die eigentliche Arbeit erledigen zu müssen). Der Assistent könnte z.b. automatisch einen Platz im Restaurant buchen, während wir uns gerade auf dem Heimweg befinden.

Einfach, weil er unser vorheriges Verhalten analysiert hat und über unsere nächsten Schritte Bescheid weiß.

Die Smartwatches von Apple und anderen Herstellern zeigen ganz schön, wo die Reise im Consumer-Bereich hingeht: weg vom Input und hin zu den Benachrichtigungen. Der Nutzer überblickt das Geschehen, anstatt selbst einzugreifen.

Für Techniknerds wie mich mag das alles etwas bedenklich erscheinen – um unser Leben zu steuern, benötigen die Algorithmen natürlich auch Zugriff auf unsere Daten. Das kann unter Umständen zu Missbrauch führen, falls die Auswertung dieser Daten nicht entsprechend reguliert wird.

Doch ich bin Realist: die meisten Menschen haben mit Technik nicht viel am Hut und sie ziehen die Bequemlichkeit dem Datenschutz vor. Natürlich haben die wenigsten Bedenken, ihre Putzgewohnheiten per Zahnbürste mit anderen zu teilen, falls sie davon gesundheitlich profitieren.

Risiken, aber auch Chancen

Der vernetzte Alltag wird kommen, ob wir wollen oder nicht. Die Vorteile sind einfach zu groß, um sie zu ignorieren. Mittels Algorithmen könnte sich nicht nur unsere Gesundheit verbessern, sondern auch unser Alltag erleichtern.

Ein vernetzter Kühlschrank könnte uns zum Beispiel helfen, die Ernährung umzustellen, indem er einfach nur gesundes Zeug aus dem Internet bestellt (das per Drohne geliefert wird). Smartmeter könnten den Stromverbrauch einer Stadt so zu optimieren, dass das Netz möglichst optimal ausgelastet wird. Das kann nicht nur Kosten sparen, sondern auch Ressourcen.

Egal ob Alltag, Umweltschutz, Freizeitaktivitäten oder schlichter Kommerz: die Möglichkeiten sind genauso grenzenlos wie vielversprechend.

Wie also damit umgehen?

Um den Fortschritt möglichst für alle zugänglich zu machen, ist es nötig, sich bereits jetzt Gedanken um unsere Zukunft zu machen. Die Grundsteine unseres vernetzten Alltags müssen wir bereits jetzt legen.

Gesetze und transparente Umgangsweisen mit großen Datenmengen müssen her. Um Missbrauch zu verhindern, ist mehr nötig als zahnlose Datenschutzabkommen. Die größte Vorsicht ist sicher bei Open-Health angebracht. Hier geht es nicht nur ums Zähneputzen, sondern auch um lebenswichtige Daten, die in den falschen Händen großen Schaden anrichten könnten.

Das Zukunftsinstitut hat ein paar interessante Ausblicke für die Zukunft zusammengefasst. Die neue Realität mag nicht jedermanns Sache sein, doch eines ist sicher: Sie kommt. Egal, ob man ein Verfechter von möglichst viel Datensammeln und immer neuen Vernetzungen ist oder mit dieser Entwicklung nichts anfangen kann: Sie schreitet mit großer Geschwindigkeit vorwärts.

Konzerne wie Google und Apple treiben die Suche nach neuen Algorithmen voran, welche unser Leben verbessern sollen (und natürlich ordentlich Profit in die Kassen der Shareholder spülen). Die wichtigsten Schritte für diese Zukunft wurden bereits gelegt, weshalb wir uns alle bemühen sollten, sie grob zu verstehen.

Nur dann können wir nämlich die uns erwartenden Entwicklungen aktiv mitgestalten und partizipieren. Nur dann können wir selbst den Grundstein legen für einen Alltag, der nicht nur bequem ist, sondern auch transparent, gerecht und gesellschaftlich sinnvoll. Anstatt diese Entwicklungen abzulehnen (was ohnehin nichts bringen wird), sollten wir lieber versuchen, das Geschehen zu bestimmen.

 

Bildquelle: morguefile by kolobsek, jdurham

Interessante Grafik zu 3D Druckern

Ein Thema, mit dem ich mich in nächster Zeit näher beschäftigen werde, sind 3D Drucker.

In diesem Bereich tut sich zur Zeit einiges und in Zukunft werden sowohl die Industrie als auch ganz normale Hobbybastler viele interessante Fortschritt erleben.

Bei der Suche nach Informationen bin ich auf diese interessante Infografik gestoßen, welche die wichtigsten Fakten einfach verständlich zusammenfasst. Wer an den (kommenden) Entwicklungen im 3-D Druck als den Möglichkeiten interessiert ist, findet hier einen gelungenen Einstieg:

 

Infografik 3D Druck

 

Wie realistisch sind die Rüstungen & Waffen in Battlefield 1?

Was gibt es besseres, als ein fesselndes PC-Spiel? Besonders jetzt, wenn es wieder Winter wird, spiele ich öfters Multiplayergames wie Battlefield.

battlefield 1 rüstungen

Der neueste Teil der Reihe, Battlefield 1, wird in Kürze verfügbar sein. Das Setting ist zum ersten Mal seit Jahren wieder etwas anderes als das übliche Geballere in der Zukunft. Entwickler DICE hat sich ein ganz besonders interessantes Szenario ausgedacht: in BF1 wird man als einfache Soldaten in die Schützengräben des Ersten Weltkriegs gezwungen.

Hier mal ein kleiner Vorgeschmack in Form eines Trailers:

Doch wie realistisch ist das Ganze?

Im Trailer gab es nicht nur Gasangriffe, sondern auch Elitekämpfer in regelrechten Ritterrüstungen & mit automatischen Waffen zu sehen. Auf den ersten Blick wirkt das Spiel nicht besonders echt – wer denkt beim Ersten Weltkrieg zuerst an Maschinengewehre & Metallpanzer?

Zumindest ich verbinde mit dem Grabenkrieg zuallererst ein paar „langsame“ Karabiner.

Deswegen haben mich die ersten Spielszenen abgeschreckt: mit dem klassischen Weltkrieg haben die gezeigten Szenen nicht mehr viel zu tun. Bis mich ein Freund darauf hinwies, dass sämtliche gezeigten Ausrüstungsgegenstände auch tatsächlich zum Einsatz kam.

Natürlich hat sich DICE aus nachvollziehbaren Gründen ein paar Freiheiten genommen (um das Gameplay nicht zu sehr zu entschleunigen) – doch im Großen und Ganzen stand die Technologie damals bereits zur Verfügung.

Alles nicht ganz so weit hergeholt

In diesem Reddit-Thread gehen echte Experten genauer auf die gezeigten Gegenstände ein – von den Flugzeugen über die automatischen Waffen bis hin zu den „Ritterrüstungen“.

Besonders fasziniert haben mich die verschiedenen Rüstungen. Ich habe bereits einige Dokumentationen über den Ersten Weltkrieg gesehen, doch keine davon ging näher auf die verschiedenen Rüstungen ein, die tatsächlich zum Einsatz kamen.

Auf deutscher Seite wurden bis zu 500,000 Stück (sic!) produziert und von Soldaten an der Front verwendet. Während meiner Recherchen bin ich auf diesen interessanten Link gestoßen, in dem ihr viele Fotos von verschiedenen Rüstungsarten seht – die vor allem dazu benutzt wurden, um die eigenen Soldaten vor Granatsplittern zu schützen.

Natürlich – die Rüstungen wogen bis zu 40kg – und eignen sich daher nicht für einen Sprint im Graben. Mit dem gezeigten Gameplay ist das nicht zu vergleichen. Kein Soldat konnte die Rüstung und gleichzeitig noch ein fast genauso schweres Maschinengewehr tragen. Die Rüstungen wurden vor allem in statischen Gefechtspositionen verwendet.

Maschinengewehre sind ein gutes Stichwort

Wie bereits eingangs erwähnt, verbinde ich mit dem Ersten Weltkrieg vor allem solche Gewehre, die nach jedem Schuss nach geladen werden müssen. Jedenfalls, solange wir vom Fußvolk sprechen.

Vollwertige Maschinengewehre gab es ja im Grabenkampf zur Genüge – allerdings nur in gut ausgebauten Stellungen und nicht als kompakte, tragbare Waffen. Während meiner Recherchen stieß ich auch hier auf einige Überraschungen.

Alle Seiten, von den Italienern über die Deutschen bis hin zu den Amerikanern, benutzten automatische oder halbautomatische Gewehre. Teilweise waren solche Waffen bereits vor dem Krieg bekannt, meistens jedoch erreichte die Produktionszeit erst im späteren Verlauf wirklich große Stückzahlen.

Vom deutschen MP 18 wurden während des Kriegsverlaufs zum Beispiel ganze 35.000 Stück produziert. Im globalen Maßstab des Kriegs sind das zwar keine wirklich beeindruckenden Zahlen, doch zumindest hat DICE sich bei Battlefield 1 an realen Waffen orientiert.

Kreative Freiheiten

Der durchschnittliche Soldat hat sicher nicht allzu viele dieser Maschinengewehre zu Gesicht bekommen, sondern war mit einfachen Kabinen ausgerüstet – eine flächendeckende Produktion der MP18 wäre zu teuer und unzuverlässig gewesen.

Einige Spezialeinheiten haben aber durchaus direkt an der Front mit diesen Waffen gekämpft. Nicht umsonst wurde das Gerät auch als „Grabenfeger“ bezeichnet. So gesehen sind die Ausrüstungsgegenstände bei Battlefield 1 also alles in allem authentisch.

Für wirklichen Realismus reicht es aber natürlich nicht – dazu nimmt sich DICE aufgrund des Gameplays (und sicher auch wegen des Marketings) zu viele Freiheiten. Allerdings hat mir meine Recherche zumindest die Vorfreude auf das Game zurückgegeben.

Auch wenn es wahrscheinlich nicht nur den „klassischen Grabenkampf“ behandelt, haben sich die Entwickler doch einige Gedanken um die historische Grundlage gemacht. Eine Simulation wird Battlefield 1 natürlich niemals werden, doch die Ritterrüstungen & Miniguns sind nicht irgendeinem Steampunk-Universum entsprungen, sondern haben reale Vorbilder.

Zumindest mir war das bisher noch nicht bekannt und mir hat es Spaß gemacht, so viele interessante Einblicke während dieser Recherche zum Trailer zu entdecken. Das nächste Mal werde ich lieber etwas vorsichtigersein, bevor ich irgendwelche Gameplayschnipsel gleich als „unrealistisch“ abtue.

Vielen Dank fürs Lesen.

Die Tücken der Heim-Automatisierung

Nicht immer macht neue Technik alles leichter, wie das aktuelle Beispiel des Briten Mark Rittman zeigt:

Ganze 11 Stunden (!) hat er auf eine einzige Tasse Tee warten müssen, weil sein moderner High-Tech-Wasserkocher verrückt spielte.  Das Gerät war zwar mit dem Wifi verbunden, doch hörte nicht auf die Anweisungen seines Besitzers.

tasse-tee

Zum Glück ist Mark Rittman hauptberuflich ein Data Scientist und kennt sich mit widerspenstiger Technik aus. Er entdeckte nach einiger Zeit schnell, dass der Wasserkocher über keine der üblichen Schnittstellen für Heimautomatik verfügte.

Fehlerhaftes WLAN

Er verband sich zwar mit dem WLAN, doch verlor anschließend gleich wieder die Verbindung. An den morgendlichen Tee war somit nicht mehr zu denken. Weder übers Smartphone noch über Drittlösungen wie Apple Homekit, IFTTT oder eine Amazon-API ließ sich die Tasse Tee zubereiten.

Es half also alles nichts, und Mr. Rittman programmierte schließlich selbst ein geeignetes Skript, um zum wohlverdienten Teegenuss zu kommen:

https://t.co/0IjD7q4wzM

Nach 11 Stunden schließlich klappte alles einigermaßen (auch wenn die WLAN-Verbindung noch immer alles andere als zuverlässig war). Trinken musste der Brite den Tee übrigens im Dunkeln. Die Philips Hue Lichter in seinem Haus gingen wegen eines Firmwareupdates am Abend offline.

Schöne neue Zukunft?

Das Beispiel zeigt ganz schön, dass wir uns noch nicht vollständig auf die neue Technik verlassen können. Wenn es nur um eine gewöhnliche Tasse Tee geht, dann stellt das sicher kein Problem dar – doch wenn es um wichtigere Dinge wie die eigene Gesundheit geht, dann bieten automatisierte Abläufe noch nicht genügend Sicherheit, um sich hundertprozentig darauf zu verlassen.

Ein fehlerhaftes Update im voll vernetzten Herzschrittmacher könnte zum Beispiel fatale Folgen für die Besitzer haben. Aber auch weniger dramatische Szenarien, wie eine vernetzte Küche (mit autonomen Herdplatten) könnten natürlich großen Schaden anrichten.

Auch der aktuelle Autopilot von Tesla ist vielen nicht geheuer. Ich als grundsätzlicher Anhänger des Fortschritts finde eine solche vorsichtige Herangehensweise an neue Technologien begrüßenswert. Wer schon einmal mit (unfertiger) Software zu tun hatte, weiß wie fehleranfällig sie selbst bei fähigen Leuten sein kann.

Je komplexer das Szenario, desto wahrscheinlicher werden Bugs

Natürlich arbeiten die großen Tech-Giganten im Sauseschritt daran, die Technologien voranzutreiben. Das amüsante Beispiel des Briten sollte uns aber eine (kleine) Warnung sein, dem Fortschritt nicht blind zu vertrauen.

Auf der anderen Seite sollten wir den Glauben an eine bessere Welt nicht aufgrund solcher kleinen Vorfälle ignorieren. Natürlich ist das vernetzte Heim (und damit der Alltag) die Zukunft. Ohne Fehler und Vorfälle wie diesen hier kommt es auch sicher nicht zu den Verbesserungen, die für ein vollautomatisiertes Zuhause nötig sind.

Also: Keep calm and drink tea.

Mehr über die 11-stündige Leidensgeschichte des Briten kann man hier im Guardian nachlesen.

Bildquelle: kzinn@morguefile.com

Wie Drohnen den Indiefilm revolutionieren

In meinem vorherigen Artikel habe ich bereits beschrieben, wie Drohnen unseren Alltag verändern werden. In diesem Text möchte ich aber noch eine andere Seite beleuchten.

drohne mit kamera filmrevolution

Kameradrohnen machen seit einigen Jahren spektakuläre Aufnahmen möglich – und das zum kleinen Preis. Die neue Technik hat eine kreative Bewegung ins Leben gerufen, die ohne diesen Fortschritt nicht denkbar gewesen wäre.

Die heutigen Drohnen

Waren sie am Anfang nur für Geeks und Bastler interessant, haben sich Drohnen immer mehr in den Mainstream ausgebreitet:

Heutzutage gibt es günstige Kameradrohnen, mit denen Filmfreunde tolle Aufnahmen machen können. Wofür es früher einen teuren Helikopter gebraucht hat, reicht heute schon eine vergleichsweise billige Drohne.

Zusammen mit immer billigeren Kameras wie der Gopro bieten sich fast endlose Möglichkeiten. Selbst aufwendige Kamerafahrten können von Hobbyfilmern realisiert werden – einfach, weil die Technik in den letzten Jahren so große Sprünge gemacht hat.

Technologie trifft auf Kreativität

Drohnen sind bereits heute ein exzellentes Beispiel dafür, wie Technologie die kreativen Räume von Menschen erweitern kann.

Wahrscheinlich haben viele die kleinen Flieger zu anfangs als Spielzeug für Technikfreaks abgetan, ohne über die weiteren Einsatzzwecke nachzudenken. Einige Visionäre haben die Drohnen aber trotz aller Widerstände kontinuierlich verbessert und sie schließlich auch für andere Zielgruppen interessant gemacht.

Indiefilmer können dank des Fortschritts Projekte realisieren, die vor zwei Jahrzehnten noch ein ganzes Hollywoodstudio erfordert hätten – samt Kamerakränen, Hubschraubern & ganzen Filmteams. Sie alle sind dank der fliegenden Drohnen nicht mehr nötig.

Wer hätte das noch vor einigen Jahren gedacht?

Darum ist Fortschritt so wichtig

Kameradrohnen sind natürlich nur ein Beispiel von vielen Dingen, die in den letzten Jahren Einzug in unser Leben gehalten haben – und gleichzeitig unsere Kreativität befeuern.

Wie viele tolle Schnappschüsse entstehen etwa jeden Tag durch Smartphones? Wie viele Menschen können heutzutage von jedem Ort der Welt miteinander zusammenarbeiten – nur mithilfe des Internets?

Technologie befeuert die eigene Kreativität, weil sie uns so viele tolle Möglichkeiten bietet, unser wahres Ich auszuleben. Ich will jetzt nicht nur wie ein Philosoph klingen, doch das Internet bietet uns ein noch nie da gewesenes Potenzial, unsere Persönlichkeit mit anderen zu teilen.

Das können wir in Zukunft erwarten

Doch zurück zu den Kameradrohnen, schließlich geht es ja um die kleinen Helfer der Lüfte. Sie wurden in den letzten Jahren laufend verbessert und verfügen über immer stärkere Akkus, einfachere Bedienung & bessere Bildqualität.

Bei aller Begeisterung muss man aber doch eines sagen: so wirklich einfach zu steuern sind sie nicht. Noch immer benötigt man einen Experten (oder begeisterten Hobbyflieger) um einigermaßen stabile Aufnahmen zu bekommen. Die meisten Hersteller arbeiten deshalb bereits eifrig an automatischen Bildstabilisatoren in der Kamerasoftware & bei der eigentlichen „Laufruhe“ der Drohnen.

In Zukunft werden die meisten Drohnen wohl ganz einfach per Smartphone zu steuern sein und automatisch die Flugposition korrigieren. Natürlich geht auch hier die Reise hin zum autonomen Fluggerät, das völlig ohne menschliches Zutun durch die Gegend saust.

Die meisten Filmemacher werden zwar nicht vollständig die Kontrolle über ihre Drohnen abgeben wollen, doch zumindest sind auch hier sicher viele Experimente möglich. Und genau das macht die kleinen Flieger so interessant: Sie geben uns immer neue Möglichkeiten in die Hand, um unsere Projekte & Wünsche zu verwirklichen.

Und alles nahm seinen Anfang mit ein paar begeisterten Visionären, die an den Erfolg der Drohnen glaubten.

 

Bild: https://morguefile.com by DodgertonSkillhause

Qubes OS: Neue Version 3.2 erschienen

Alle, die um Ihre Privatsphäre im Internet besorgt sind, sollten sich auf jeden Fall einmal das Open-Source-OS QubesOS ansehen, welches das eigene digitale Leben in verschiedene Segmente eingeteilt, zum Beispiel Banking, Arbeit, Privat.

Jeder Bereich arbeitet dabei mit einer eigenen virtuellen Umgebung, um möglichst viel Sicherheit zu garantieren. Wichtige Informationen wie Passwörter etc. können natürlich ohne Probleme zwischen den Umgebungen kopiert werden. Auch die Einbindung von Windows mittels VMs ist möglich.

Vor kurzem ist eine neue Version des Betriebssystems erschienen. Jeder, dem Sicherheit und Privatsphäre besonders wichtig sind, sollte dem QubesOS eine Chance geben:

https://www.qubes-os.org/news/2016/09/29/qubes-32/

Warum Flugdrohnen den Alltag verändern

In diesem kleinen Artikel gebe ich einen Vorgeschmack auf das, was die Drohnen meiner Meinung nach leisten können – und wie sie unser aller Leben bereichern werden.

wie drohnen alles verändern

Wer in den letzten Jahren nicht gerade auf einem einsamen Berg gelebt hat, der wird wahrscheinlich die neuesten Entwicklungen zu steuerbaren Drohnen für den Heimgebrauch mitbekommen haben. Seit einigen Jahren bieten einige Hersteller diese kompakten ursprünglich fürs Militär gedachten Geräte auch für zivile Kunden an und begeistern damit vor allem Technikliebhaber.

Doch noch immer steht die Entwicklung fast GANZ am Anfang, denn im Mainstream sind diese Fluggeräte noch nicht angekommen.

Das Potenzial ist noch lange nicht erschöpft

Heutzutage bekommt man bereits für wenige 100€ ein Gerät, das wie ein kleiner Helikopter fliegen kann. Im Gegensatz zu den klassischen Modellfliegern haben sie einige Vorteile:

  • sie lassen sich einfacher steuern
  • sie lassen sich zielgenau steuern
  • sie verbrauchen weniger Energie
  • sie bieten mehr Einsatzzwecke

Gerade der letzte Punkt macht sie zunehmend auch abseits von technikbegeisterten Menschen mit Spieltrieb interessant. Auch wenn sie am Anfang nur bei Freaks und Geeks verbreitet waren, dringen Flugdrohnen in immer mehr Bereiche des täglichen Lebens vor.

Heutzutage bieten sie zum Beispiel eine einfache Möglichkeit, die Ernte zu überwachen. Statt wie früher mühsam durch die Felder zu wandern, reicht im Jahr 2016 eine vergleichsweise billige Drohne aus, um Schäden an Pflanzen zu beobachten.

In Zukunft könnten Drohnen auch vermehrt in der Schädlingsbekämpfung zum Einsatz kommen – nicht nur zum Aufspüren von Larven, sondern auch bei der Bekämpfung, z.B. mittels automatisierter Sprühmechanismen.

Auf die Automatisierung gehe ich gleich noch genauer ein.

Die Drohne erobert den Alltag

Auch die Dokumentation von schwer zugänglichen Bereichen wurde durch die Drohnen immens erleichtert. Fluggeräte für den Heimgebrauch oder zu kommerziellen Zwecken lassen sich ganz einfach über eine mitgelieferte Fernbedienung steuern und können selbst große Distanzen innerhalb kurzer Zeit überwinden.

Das macht sie z.B. während Events zum idealen Helfer für die Polizei. Mittels Drohnen können Menschenmassen beobachtet & Massenpaniken verhinderte werden.

Natürlich kann die neue Technik auch für dunkle Zwecke eingesetzt werden: lückenlose Überwachung von Regimekritikern wie durch Flugdrohnen immens erleichtert. Wie bei jeder Technologie gibt es auch hier Schattenseiten.

Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile aber bei weitem – wir können den Fortschritt nicht aufhalten, nur weil theoretisch auch Missbrauch möglich ist.

Warum der Siegeszug von Drohnen weitergeht

Flugdrohnen haben immenses geleistet – sie sind vom Technikspielzeug für Geeks zu einer weitverbreiteten Technologie im privaten & kommerziellen Alltag geworden.

So richtig zum Mainstream gehören sie aber dennoch (noch) nicht.

Das könnte sich aber bald ändern, denn die Hersteller forschen schon eifrig an autonomen Drohnen. Im militärischen Bereich gibt es diese Autopiloten bereits. Die Reise geht dank stetig besserer Rechenpower also immer stärker in Richtung selbständiger Drohnen.

Das bringt natürlich einiges an Potenzial:

  • Wie wäre es z.B., wenn die Lieferung von Amazon bereits innerhalb weniger Stunden vor der eigenen Haustüre läge? Trotz Feiertag und Stau auf der Autobahn.
  • Oder die Apotheke liefert ein dringend benötigtes Notfallmedikament direkt auf den Balkon. Besonders für alte & gebrechliche Menschen wäre das ein echter Segen.

Diese zwei Beispiele sind nur ein kleiner Einblick auf das, was Drohnen in Zukunft leisten könnten. Anstatt einfach nur Bits & Bites zwischen Computern zu senden, könnten es bald echte, physische Gegenstände sein.

Das Internet of Things in der echten Welt

Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass wir ein Videotelefonat nach Amerika führen können? Direkt aus unserem Wohnzimmer und zum absoluten Billigstpreis? Genauso gut kann es in 20 Jahren (oder schon viel eher) möglich sein, dass wir alle möglichen Gegenstände bequem von zuhause aus versenden.

postlieferung drohnen
Postlieferung durch Drohnen

Innerhalb weniger Stunden könnte es möglich sein, Postlieferungen über mehrere 100 km zu versenden. Aber klar, große oder nicht so dringliche Lieferungen werden selbst dann noch ganz klassisch per (autonomem) LKW transportiert.

Gerade zeitkritische Sendungen wie eine Pizzalieferung eignen sich aber auch für Drohnen. Dann kommt die Pizza auch in der größten Rush Hour noch warm und knusprig an. Die Entwicklung wird aber natürlich nicht vor Essenslieferungen halt machen – sämtliche Lebensbereiche könnten sich der Flugdrohnen verändern.

Sie bieten uns einen ganz neuen Blick auf die Welt. Zwar können wir heute schon unsere Umgebung von oben betrachten, doch zum Alltag gehört der Flug in einem Hubschrauber & Flugzeug sicher nicht. Diese Lücke könnten Drohnen schließen.

Drohnen als Brückenbauer?

Die kleinen Fluggeräte eröffnen uns – sprichwörtlich – zusätzlichen Spielraum. Heutzutage sind die Flächen besonders in Städten knapp. Verkehr, Wohnraum oder Fußgänger – alles benötigt Platz und tritt sich gegenseitig auf die Füße.

Mit den Drohnen kommt eine zusätzliche Dimension in Spiel. Sie bieten uns Zugang zu einem Raum, der uns bisher noch nicht zur Verfügung stand. Ein Raum, der sich nicht nur für „langweilige“ Logistiklieferungen & Pizzas eignet, sondern unser Leben um zahlreiche Möglichkeiten erweitert.

Kameradrohnen geben Hobbyfilmer z.B. die Möglichkeit, anspruchsvolle Kamerafahrten zum Spottpreis zu realisieren. Geräte, die selbst schwer zu erreichende Stellen innerhalb weniger Minuten anfliegen, könnten unsere Kommunikation verändern.

Für Nichtregierungsorganisationen könnte es z.B. einfacher sein, illegale Umweltzerstörung zu entlarven. Die Bergrettung könnte Verletzte innerhalb kurzer Zeit lokalisieren und die Hilfe besser koordinieren. Neue Perspektiven bieten uns interessante Betrachtungsweisen, Behörden & Architekten könnten beim Bau von Gebäuden davon profitieren.

Auch in der Wissenschaft bieten sich zahlreiche Einsatzzwecke: Die Forscher können z.B. sensible Habitate oder gefährdete Tierarten besser überwachen.

Diese Beispiele sind nur ein ganz kleiner Einblick in das, was (autonome) Flugdrohnen leisten könnten. In Zukunft könnten auch ganz neue Nutzungsformen entstehen, über die wir uns bisher noch keine Gedanken gemacht haben.

Die Möglichkeiten sind speziell in Verbindung mit immer stärkeren Computern und künstlichen Intelligenzen fast grenzenlos. Doch natürlich gibt es auch Bedenken:

Wie realistisch ist das alles?

Wie bei jeder innovativen Technologie gibt es zahlreiche Bedenken zur Durchführbarkeit. Ich habe den bisherigen Text bewusst viele Schwierigkeiten ausgeklammert, die Flugdrohnen mit sich bringen.

Das betrifft nicht nur die Technologie an sich, sondern auch die ganzen legalen, gesellschaftlichen & sozialen Auswirkungen von Flugdrohnen. Neuartige Erfindungen können nicht nur für „gute“ Zwecke genutzt werden, sondern eignen sich auch immer zum Missbrauch.

Heutige Flugdrohnen mit autonomen Steuerungssystemen kommen beim US-Militär zum Einsatz, um von oben zu töten. Ganz ohne die Möglichkeit, sich zu wehren – egal ob Terrorist oder Zivilist. Je autonomer die Flugdrohnen werden, desto mehr Möglichkeiten zum vermeintlich „sauberen“ Töten gibt es.

Auch die bessere Überwachung könnte nicht nur zum Schutz, sondern auch zur Unterdrückung von Menschen eingesetzt werden. Angesichts solcher Zukunftsszenarien sind Sorgen sicher nicht ganz unberechtigt.

Warum wir trotzdem an der Entwicklung teilhaben sollten

Umso wichtiger ist es deshalb, eine aktive Rolle bei der weiteren Geschichte der Flugdrohnen zu spielen. Je mehr Menschen über diese Technik Bescheid wissen und sich dafür begeistern, umso schwerer wird es für kommerzielle Unternehmen, die Macht in diesem Bereich zu konzentrieren.

Wer erinnert sich beispielsweise noch an das berühmte Update bei den Philips Hue Lampen, das Drittanbieter-Lampen plötzlich aussperrte (und nach Protest wieder zurückgenommen wurde).

Je offener die Standards, umso geringer sind die Barrieren.

Angesichts der möglichen Veränderungen in unserer Gesellschaft muss ein möglichst offener Zugang zu diesen Technologien herrschen: damit nicht nur eine kleine Gruppe von Shareholdern von den Vorteilen profitiert, sondern die ganze Bevölkerung.

Falls wir Flugdrohnen und ihr riesengroßes Potenzial nämlich wirklich voll ausschöpfen, dann kann diese Entwicklung unser aller Leben bereichern. Mehr Raum in den Städten, weniger Verkehr auf den Straßen, usw. – und nicht zuletzt bieten uns Drohnen auch zahlreiche Möglichkeiten für unsere zwischenmenschliche Kommunikation:

  • Einfacheres Teilen mit anderen
  • Überwinden von Grenzen
  • Mehr persönliche Entfaltung

Ja, manches davon mag idealistisch klingen, doch genau dieser Idealismus war für den Aufstieg der Drohnen verantwortlich. Eine kleine Bewegung von technikbegeisterten Menschen hat den Fluggeräten für den Heimgebrauch den Durchbruch verschafft.

Falls die Drohnen nun so langsam im Mainstream (und damit im kommerziellen Bereich) ankommen, dürfen wir diese Begeisterung nicht verlieren. Nur so schaffen wir nämlich auch einen Fortschritt, der abseits der Geldbeutel auch wirklich die Kreativität & das Sein bereichert.

Bilder von morguefile.com by fellowdesigns, DodgertonSkillhause